Ein erfolgreiches SharePoint-Projekt steht und fällt mit der Art und Weise, wie Kunde und Dienstleister zusammenarbeiten. Wenn beide Seiten dieselbe Sprache sprechen, klar kommunizieren und agil vorgehen, entsteht eine Dynamik, die Projekte nicht nur schneller, sondern auch effektiver voranbringt. Doch wie sieht eine solche Zusammenarbeit konkret aus? Und warum eignet sich der agile Ansatz besonders gut für SharePoint-Projekte? Genau darum geht es in diesem Artikel.
Einführung in agile SharePoint-Projekte
Agile Methoden sind längst mehr als nur ein Trend. Sie haben sich in der modernen Software- und Plattformentwicklung etabliert, weil sie Flexibilität, Transparenz und kontinuierliche Verbesserung ermöglichen. Besonders bei SharePoint-Projekten, die oft komplex und individuell sind, zahlt sich dieser Ansatz aus. Statt monatelanger starrer Planung setzen agile Teams auf inkrementelles Arbeiten, enge Abstimmung und schnelle Ergebnisse.
Warum SharePoint-Projekte agil besonders gut funktionieren
SharePoint ist vielseitig, anpassbar und manchmal auch herausfordernd. Die Anforderungen eines Kunden ändern sich oft während der Umsetzung, weil erst im Prozess klar wird, was wirklich gebraucht wird. Agile Methoden wie Scrum oder Kanban ermöglichen es, genau auf diese Dynamik zu reagieren. Wenn der Kunde eng eingebunden ist und der Dienstleister transparent arbeitet, entsteht eine Art gemeinsames Projektlabor, in dem man iterativ zum optimalen Ergebnis gelangt.
Die Rolle des Kunden im agilen SharePoint-Projekt
Viele Unternehmen glauben zunächst, dass der Dienstleister die Arbeit komplett übernimmt. Doch agile Projekte funktionieren anders: Der Kunde ist ein aktiver Teil des Teams. Ohne seine kontinuierliche Mitwirkung fehlt eine wichtige Säule des Projekterfolgs. Der Kunde entscheidet, priorisiert, gibt Feedback und stellt sicher, dass die Lösung am Ende wirklich passt.
Product Owner – das Sprachrohr zwischen Business und Technik
Im agilen SharePoint-Projekt ist der Product Owner (PO) die zentrale Figur auf Kundenseite. Er bündelt Anforderungen, bewertet Prioritäten und sorgt dafür, dass die Vision des Projekts nicht verwässert. Man kann ihn sich wie den Kapitän eines Schiffs vorstellen: Der Dienstleister steuert, aber der PO sagt, wohin die Reise gehen soll. Ohne klar definierte Verantwortlichkeiten verliert das Team schnell an Orientierung.
Der Dienstleister als technischer Partner auf Augenhöhe
Ein guter SharePoint-Dienstleister bringt nicht nur technische Kompetenz mit, sondern auch Beratungskompetenz. Er versteht die Geschäftsprozesse des Kunden, stellt kritische Fragen und bietet Alternativen. Die Zusammenarbeit ähnelt oft einem Tandem: Beide treten in die Pedale, aber nur gemeinsam kommen sie vorwärts. Der Dienstleister übersetzt fachliche Anforderungen in technische Lösungen und sorgt dafür, dass alle Stakeholder eingebunden bleiben.
Agile Werte und Prinzipien in der Zusammenarbeit
Um ein agiles Projekt erfolgreich umzusetzen, braucht es mehr als nur die richtigen Rollen. Es braucht ein gemeinsames Verständnis von Werten wie Transparenz, Mut und Offenheit. Wenn Fehler nicht als Rückschritt, sondern als Lernchance gesehen werden, entsteht Raum für Innovation. Man könnte sagen: Agiles Arbeiten ist weniger ein Werkzeug und mehr eine Haltung.
Kick-off-Phase – das Fundament für erfolgreiche SharePoint-Projekte
Der Start eines Projekts entscheidet viel über den weiteren Verlauf. Im Kick-off werden Erwartungen geklärt, Rollen definiert und die Vision gemeinsam formuliert. Beide Seiten legen die Spielregeln fest: Wie wird kommuniziert? Wer ist wann verfügbar? Welche Tools werden genutzt? So entsteht eine sichere Basis, auf der sich die spätere Zusammenarbeit aufbauen lässt.
User Stories – Anforderungen klar und verständlich formulieren
In agilen SharePoint Dienstleister werden Anforderungen oft in Form von User Stories beschrieben. Diese kleinen, leicht verständlichen Textbausteine beantworten drei Fragen: Wer braucht etwas? Was wird benötigt? Warum wird es gebraucht? Dadurch sprechen Kunde und Dienstleister eine gemeinsame Sprache und vermeiden Missverständnisse. Es fühlt sich ein bisschen an wie das Verpacken komplexer Wünsche in kleine Post-it-Zettel – übersichtlich, greifbar und gut strukturiert.
Backlog-Pflege – das Herzstück der Projektplanung
Das Product Backlog ist der zentrale Sammelpunkt aller Anforderungen. Es wächst, verändert sich und wird regelmäßig priorisiert. Der Kunde entscheidet, was wichtig ist, und der Dienstleister schätzt den Aufwand. Diese dynamische Planung sorgt dafür, dass das Projekt immer den Bedürfnissen des Unternehmens folgt – nicht umgekehrt. Backlog-Pflege ist wie Gartenarbeit: Nur wenn man regelmäßig Unkraut entfernt und neue Pflanzen setzt, bleibt alles in Form.
Sprints – kleine Schritte mit großer Wirkung
Anstatt ein ganzes SharePoint-Portal auf einmal zu entwickeln, arbeitet das Team in kurzen, klar definierten Etappen – den Sprints. Jeder Sprint endet mit einem fertigen, nutzbaren Ergebnis. Der Kunde sieht also schon früh erste Funktionalitäten und kann Feedback geben. Das ist der große Vorteil gegenüber klassischen Projekten, in denen man erst am Ende sieht, ob alles passt.
Reviews – Transparenz schaffen und gemeinsam Richtung prüfen
Der Sprint Review ist ein wichtiges Element in der agilen Zusammenarbeit. Hier zeigt das Team, was in der letzten Iteration umgesetzt wurde. Der Kunde kann Fragen stellen, Ideen einbringen und Prioritäten neu bewerten. Manchmal ergeben sich dadurch überraschende Erkenntnisse, die das Projekt in eine bessere Richtung lenken. Es ist ein bisschen wie ein regelmäßiger Boxenstopp: Man schaut gemeinsam nach, ob alles läuft oder nachjustiert werden muss.
Retrospektiven – kontinuierlich besser werden
In der Retrospektive reflektiert das Team seine Arbeitsweise. Was lief gut? Wo gab es Hindernisse? Wie können wir uns verbessern? Diese Offenheit schafft eine Kultur des Lernens. Wenn Kunde und Dienstleister gemeinsam reflektieren, entsteht ein echtes Wir-Gefühl – und das ist im Projektalltag Gold wert.
Kommunikation – das Schmiermittel der Zusammenarbeit
Ohne gute Kommunikation scheitert jedes Projekt, besonders ein agiles SharePoint-Projekt. Regelmäßige Meetings, kurze Abstimmungen und transparente Dokumentation sorgen dafür, dass alle Beteiligten jederzeit wissen, wo das Projekt steht. Der Ton ist dabei entscheidend: respektvoll, offen und lösungsorientiert.
Tools für die effiziente Zusammenarbeit
Viele Teams nutzen Tools wie Microsoft Teams, Planner oder Jira, um Informationen zu teilen, Aufgaben zu verfolgen oder Meetings zu halten. Diese Werkzeuge erleichtern die tägliche Zusammenarbeit und unterstützen die agile Arbeitsweise. Es ist ein bisschen so, als hätte man einen überfüllten Schreibtisch digital aufgeräumt – und plötzlich behält man den Überblick.
Herausforderungen in agilen SharePoint-Projekten
Natürlich verläuft nicht jedes Projekt reibungslos. Manchmal hat der Kunde zu wenig Zeit, der Dienstleister zu wenig Informationen oder externe Abhängigkeiten bremsen das Team aus. Wichtig ist, diese Hindernisse früh zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Agilität bedeutet nicht Chaos, sondern Anpassungsfähigkeit.
Best Practices für erfolgreiche Zusammenarbeit
Über die Jahre haben sich einige Erfolgsfaktoren herauskristallisiert, die jedes agile SharePoint-Projekt besser machen. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Kommunikation, ein gepflegtes Backlog, starke Einbindung des Kunden und ein Dienstleister, der proaktiv arbeitet. Das Zusammenspiel dieser Faktoren ist wie ein gut abgestimmtes Orchester – nur gemeinsam erreicht man perfekte Harmonie.
Fazit
Agile SharePoint-Projekte leben von der engen, respektvollen und transparenten Zusammenarbeit zwischen Kunde und Dienstleister. Wenn beide Seiten aktiv mitarbeiten, offen kommunizieren und sich auf regelmäßige Iterationen einlassen, entstehen Lösungen, die nicht nur technisch, sondern auch fachlich überzeugen. Agilität ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das hilft, komplexe Anforderungen Schritt für Schritt in funktionierende, nachhaltige Ergebnisse zu übersetzen. Wer sich darauf einlässt, profitiert von schnellerem Fortschritt, besserem Verständnis und einem Projekt, das wirklich Mehrwert schafft.
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